Crème Dessert

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This article was written on 02 Dez 2010, and is filled under C´est la vie, Leben.

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I need a Dollar…

29. September 2010, Generalstreik in Spanien. Das Volk drückt 24 Stunden lang seine
Wut über die spanische Regierung und die Handhabung der Wirtschaftskrise aus.

Während mein Besuch und ich an einem eher kühlen, bedeckten Tag durch den Retiro Park schlendern (der, von dem ich immer schwärme), steht dieser sympathische Herr mehrere Stunden im Park und spielt Geige. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie kalt dem Armen war. Und trotzdem zaubert er sich für unser Foto ein Lächeln ins Gesicht.

Geigenspieler im Retiro-Park Anfang November.

Die Armut in Madrid hat viele Gesichter und ist ständig präsent. Musiker in einem großen Park mögen euch noch ganz gewöhnlich vorkommen, man könnte meinen, das hat sogar einen gewissen Charme. Und klar, im Sommer fühlt man sich ein bisschen wie in einem Film. Tolles Wetter, Urlaubsfeeling, Zeit, ein schöner Park und die Musik. Den Unterschied zu dieser traumhaften Filmwelt bemerkt man spätestens dann, wenn man abends im Außenbereich einer Bar sitzt und ein Verrückter mit Flöte diesen Sitzbereich umkreist. Stellt euch vor, da läuft jemand wie besessen, Flöte spielend, die ganze Zeit im Kreis um ein paar Tische und Stühle rum! Eher nervig und lästig. Das beste kommt dann aber noch: Da er das ja nicht zum Spaß tut, nimmt er sich auch noch mal jeden Tisch einzeln vor, bleibt stehen, bis er Geld bekommt. Unabhängig dessen schlendert ein junges Mädchen ziemlich auffällig in Trainingsanzug an den Tischen entlang, scheinbar auf der Suche, nach der am einfach greifbarsten Tasche.

Das ist dann wohl die Kehrseite dieses gewissen Straßenmusikers Charmes. Hier in Madrid vergeht kein Tag, an dem man nicht auf eine gewisse Art geschockt wird. Sei es in den Parks, Bettler auf den Straßen und in Restaurants oder in der Metro. Manche Bettler kenne ich sogar schon! Da ist die dunkelhäutige Frau, die mit gesenktem Kopf und schnellen Schrittes den Wagon durchläuft und die ganze Zeit vor sich hermurmelt: „Bitte, bitte, haben sie ein bisschen Geld? Ich bin arm und bin Mutter…“. Dann gibt es die stets gut gekleidete und gepflegt aussehende Sängerin, mit ihrer Musikbox am Bauch, die wahlweise in den Metro-Waggongs oder Metrostationen singt, und das wirklich gut! Dem einbeinigem Bettler habe ich letzte Woche mein Unibrot gegeben. Und der Geigenspieler im Park hat auch Geld bekommen.

Straßenmusiker auf der Puerta del Sol.

Genauso wie dieses tolle Straßenorchester, das mich zum stehen bleiben animieren konnte! Das wirklich interessante, was ich in den letzten 3 Monaten hier beobachten konnte ist, dass die Menschen hier auch viel gebefreudiger sind. Auch in Hamburg gebe ich bestimmten U-Bahn-Bettlern oft entweder ein bisschen Kleingeld oder etwas zu essen. Dabei sticht man aus der bahnfahrenden Masse oft heraus. Hier allerdings zücken viele Menschen ihr Portemonnaie, wirklich beachtlich. Allerdings beginnt man auch, zu unterscheiden. Dem verrückten Flötenspieler z.B. habe ich keinen Cent gegeben und ich würde es auch in Zukunft nicht tun. Meiner Meinung nach, war das, was er tat, reine Belästigung! Anderen, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie sich „bemühen“ etwas zu tun, wofür sie Geld verdienen oder Menschen, denen es einfach schlecht geht, gebe ich hingegen viel lieber etwas.

Ein Vergleich:

Beispiel 1) Ich sitze in der Metro und höre komischen Geschrei. Genauso wie meine Sitznachbarn versuche ich zum Ende des wie immer überfüllten Metrowaggons zu schauen. Eine kleine, dünne, schwarz gekleidete Frau steht dort und wie sich herausstellt ist ihr Geschrei kein Jammergeschrei, sondern ein Gesang?! Es war furchtbar und nicht nur ich war genervt. Nur um die Wirkung dieser Frau noch zu unterstreichen: Ich habe niemanden gesehen, der ihr Geld gegeben hat.

Beispiel 2) Ein Mann betritt die Bahn und beginnt zu reden. Wie schwer es ihm fällt vor einem Waggon völlig fremder Menschen zu sprechen. Dass er durch die Wirtschaftskrise seinen Job verloren hat und seitdem täglich nach einem neuen sucht. Und dass er sich, um nicht untätig zu sein, Feuerzeuge über das Internet bestellt hat, die er nun in der Metro verkauft. Und ihm wurden Feuerzeuge abgekauft.

Müllreste neben einer zuvor durchwühlten Mülltonne.

Eine Art Wut hingegen verspüre ich gegen eine ganz gewisse Art von Menschen:

1. Die Diebe. Ich bin seit 3 Monaten hier und kenne (Freunde von Freunden hinzugerechnet) bestimmt 10 Leute, die auf dreisteste Art beklaut wurden.

2. Die Müllwühler. Bei uns werden jeden Abend die Mülltonnen rausgestellt, weil jede Nacht die Müllabfuhr kommt. Und es hat schon seinen Sinn, dass die Tonnen tagsüber weggeschlossen werden. Sobald die Tonnen draussen stehen, beginnt das wühlen. Ich hab noch nie so viele Menschen im Müll wühlen sehen, wie hier. Aber das ist auch okay so, wir leben in einer Wegwerf-Gesellschaft und wenn sich in den Tiefen der Mülltonnen noch etwas brauchbares versteckt, wieso nicht?! ABER…muss man deswegen die ganzen unbrauchbaren Sachen neben der Mülltonne liegen lassen?! Hier siehts manchmal aus wie in der Gosse, weil Babywindeln, Rasierer, Schuhe & co zerstreut auf der Straße liegen… Dabei ist das Viertel hier vollkommen in Ordnung!

Wahrsagerin im Retiro-Park.

Auch eine anstrengende Art sich sein Geld zu verdienen: Diese Dame bietet ihre Dienste als Wahrsagerin an. Während sie in der knallenden Sonne (Sommer) sitzt und auf Kundschaft wartet, kühlt sie ihre Füße in einem Eimer Wasser.

Mich interessiert, wie spendier freundlich ihr seid? Und ob ihr auch irgendwelche Kriterien habt? Für mich gilt: Solange ich mir shoppen, Coffee to go, ausgehen, Urlaub & co leisten kann, kann ich auch das weitergeben von ein paar Euros verkraften. Aber ich kenne auch Menschen, die da schon böse Sachen (Undankbarkeit) erlebt haben und seitdem gar nichts mehr spenden. Werdet ihr überhaupt mit Armut konfrontiert?

Und interessieren euch solche Artikel?

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14 Kommentare

  1. Vicky
    2. Dezember 2010

    wirklich interessanter eintrag! bietet einen schönen einblick :)
    das mit der schreienden sängerin klingt wirklich schräg xD und das mit dem mann der feuerzeuge verkauft irgendwie auch.. allerdings ist das irgendwie liebenswürdig ^^

  2. Julia
    2. Dezember 2010

    Ich gebe grundsätzlich nichts!! Und gerade weil hier in Madrid recht viele Menschen mal in die Tasche greifen um etwas zu geben, wer sagt mir dass es der Person die um das Geld bittet wirklich so schlecht geht? Vielleicht nutzt sie ja auch nur diese Geberlaune aus…
    Ich weiß das hier in Spanien die Arbeitslosenquote bei ca. 20% liegt und das Sozialsystem bei weitem nicht so gut ist wie in Deutschland. Aber ich glaube nicht das es so schlecht ist, dass man in der Metro Feuerzeuge verkaufen muss!
    Und was ist mit den Leuten die in den Baracken an den Autobahnen wohnen? Die gehen bestimmt nicht arbeiten, haben aber Autos vor ihren Plastik-Blech-Hütten stehen. Sind das die selben die in der Metro dann erzählen sie sind Familienväter oder -mütter und können ihre Familie nicht ernähren??
    Hier in Spanien hat man sich einfach daran gewöhnt solche Bettler zu sehen, anstatt etwas dagegen zu unternehmen! Wie sonst lässt es sich erklären, das neuerdings vor meiner Bank zwei Obdachlose wohnen, die dort sogar sitzen dürfen während die Bank geöffnet hat. Und dann auch noch die Leute, die in die Bank rein oder raus gehen, um ein paar Euro anbetteln???
    Das ist mir einfach zu viel!! Und um mir keine Gedanken machen zu müssen wem es denn nun vielleicht wirklich schlecht geht, gebe ich einfach gar nichts!

    • Lotte
      2. Dezember 2010

      Hey, also ich antworte dir mal hier, damit dass für die anderen Leser auch logisch nachvollziehbar bleibt.

      Also ich denke schon, dass wenn ich jemanden 2x die Woche in der Bahn seh, früh morgens oder spät abends, dass es ihm dann nicht gut geht. Ich bin der Meinung, dass oftmals viel zu schnell in Vergessenheit gerät, wie erniedrigend es für die betroffenen Personen ist, fremde Menschen anzubetteln und welch´ Überwindung es kostet.
      Auf der anderen Seite sind da natürlich auch die organisierten Banden, wie in Deutschland auch, die dem ganzen wieder einen faden Beigeschmack hinzufügen. Ich denke es ist klar, dass diese niemand unterstützen möchte.
      Allerdings finde ich es falsch von einigen schwarzen Schafen, auf alle zu schließen. Ich sehe das so: Die Spanier sind zwar vielleicht gebefreundlicher, als in Deutschland, ein Vermögen hat mit Betteln aber trotzdem noch niemand gewonnen. Dass heißt, ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der die Wahl hätte auf andere Art sein Geld zu verdienen lieber betteln geht! Ich bewundere den Feuerzeugverkäufer dafür, dass er nicht betteln geht, sondern sich einen Weg sucht, trotzdem zu „arbeiten“.
      Dass ich hier keinen Job bekommen habe, wird von spanischen Bekannten auch nur mit einem „Hier sucht ja jeder Arbeit“ quittiert.
      Natürlich kann man nie wissen, was der Betroffene nun mit dem Geld anstellt und man muss immer zwischen dreist und höflich, bemüht unterscheiden. Allerdings lebe ich hier „gut“ und bin der Meinung, dass mein Portemonnaie das Spenden von ca. 2€ in der Woche und somit möglicherweise dem Helfen anderer Menschen, verkraften kann.

  3. Jason
    2. Dezember 2010

    hey tolle fotos!! <3

  4. Peelia
    2. Dezember 2010

    Ich lese liebend gern deinen Blog, weil du vielseitig schreibst, deine Einträge bebildert sind und ich einen Einblick in ein anderes Land bekomme! Hierher gefunden habe durch Nachgesternistvormorgen- Grüße an Esra, die bestimmt auch noch kommentiert 😉
    Armut ist etwas Schlimmes, aber hier in Deutschland ist Armut glaube noch anders als in anderen Ländern. Ich habe zweiundhalb Jahre in einem Bistro für Obdachlose, Alkoholiker, Drogenabhängige, Sozialschwache und Psychisch Kranke gearbeitet und muss sagen, dass mich diese Arbeit ein bisschen hat „abstumpfen“ lassen. Ich habe Angst, Bettelnden Geld zu geben, weil ich gesehen habe, wie Drogenabhängige und Alkoholiker so lange es ihnen verhältnismäßig „gut“ geht, keinen Entzug machen. Wenn ich Geld gebe, ist die Chance groß, dass dieses für die Suchtmittel ausgegeben wird. Das möchte ich nicht. Deshalb biete ich hier in Deutschland lieber Lebensmittel an. Und oft genug werden diese abgelehnt.
    Und: dieses Bistro, in dem ich gearbeitet habe, verkauft Gutscheine, die man an die Bedürgtigen verteilen kann- davon bekommen sie ein bis zwei Mahlzeiten oder können duschen oder Wäschewaschen.. vielleicht gibt es in Spanien ähnliche Einrichtungen?
    Achja: seit einiger Zeit scheint in meiner norddeutschen Stadt eine „Bettlermafia“ zu arbeiten, die gezielt abgerissene Frauen mit Babys losschickt, die auf eine penetrante Art und Weise betteln und einen bedrängen. Denen gebe ich nichts, weil ich diese Art von Bettelorganisation nicht unterstütze.

    Ist jetzt ein langer Eintrag geworden, dabei sollte ich jetzt lieber meine Diplomarbeit zu Ende schreiben.
    Alles Gute dir und bis zum nächsten Lesen 😉

    Peelia

    • Lotte
      2. Dezember 2010

      Hey,

      dann herzlich willkommen und vielen Dank für Deinen Beitrag! ich glaube Esra und ich freuen uns beide drüber 😉

      Ich kann Deine Gedanken absolut nachvollziehen. Ich habe auch ein paar Mal in einer Suppenküche mitgeholfen und was man da so mitbekommt ist nicht schön. Manche Menschen sind ihrer Sucht einfach vollkommen ausgeliefert.
      Ich finde es auch völlig okay, wenn man einfach Essen anbietet. Wenn der Betroffene das nicht will oder sogar noch ausfällig wird – ja, dann braucht er es wohl doch nicht so dringend. In Hamburg sehe ich allerdings auch oft „bekannte“ Gesichter in der U-bahn und habe oft genug ein „Vielen Dank.“ für einen weitergegeben Apfel oder eine Flasche Wasser bekommen.
      Aber ich finde es einfach nur schade, wenn Menschen, denen es gut geht, diese Hilfsbereitschaft komplett verlieren. Was manch einem Obdachlosem weiterhelfen könnte ist doch für uns wirklich nur ein Klacks.
      Und die Bettelmafia ist vielleicht aus Hamburg zu euch rübergezogen?
      Die gibt es bei uns schon lange…ich wurde auch mal von einem 12-jährigen Mädchen aus einer organisierten Bande beklaut. Glücklicherweise ist das Portemonnaie dann noch aufgetaucht. Nur um sie anzuzeigen, dafür war sie natürlich zu jung.

      Liebe Grüße an Dich und viel Erfolg noch bei Deiner Diplomarbeit!

      • Julia
        2. Dezember 2010

        Also mit dem Essen weitergeben haber ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Und dann denkt man sich wirklich, die haben es eben gar nicht nötig, denen geht es um ganz andere Dinge.
        Und ich weiß, das hier in Spanien auch Jobs angeboten werden und auch Fort- oder Weiterbildungen… Warum sich also Feuerzeuge kaufen, anstatt von dem Geld irgendwie zu duschen, seine Klamotten zu reinigen und ein paar Bewerbungen zu schreiben??
        Um einen Job zu bekommen muss man natürlich schon ein etwas gepflegtes Aussehen haben.
        Also ist es vielleicht nur der einfachere Weg, in der Metro nach Geld zu fragen. Wenn man es über Jahre macht, sprich bekannte Gesichter, wird das ja auch zur Routine. Während der Weg zum Arbeitsamt dann wieder eine große Portion Mut erfordert!!
        Bei uns vor dem Supermarkt gegenüber steht seit 2,5 Jahren immer der selbe Obdachlose und verkauft Zeitungen oder schiebt den Leuten den Wagen zum Auto… Das ist doch kein richtiger Job!! Aber er beschwert sich immer wenn es zu kalt ist, oder wenn es mal regnet!
        Ich habe da nur wenig Verständnis für. Ich habe hier ohne Probleme immer einen Job gefunden! Man darf einfach nur nicht zu Hohe ansprüche stellen!!
        Und mal eine Flasche Wasser im Sommer wollte hier noch keiner in der Metro von mir annehmen. Also was kaufen die sich von dem Geld, wenn keine Lebensmittel?? Ähm…Womit wir glaube ich wieder an Anfang wären *lol*

  5. SparklingCassis
    2. Dezember 2010

    ich habe gestern ne reportage über einen obdachlosenchor gesehen die mittlerweile relativ bekannt sind. fand ich toll!!

  6. tantejani
    2. Dezember 2010

    ich finde es am besten, den essen zu geben. ich komme aus russland und dort ist es allseits bekannt, dass die meisten bettler von mafiosis gefangen gehalten, zum betteln gezwungen, gar geschlagen werden und es sind natürlich solche menschen, die sich am wenigsten wehren können-invaliden. oft wird gar erzählt (keine anhnung in wie weit es stimmt), dass amputation an obdachlosen vorgenommen werden, um sie wie kriegsveteranen aussehen zu lassen und um so mehr geld zu kassieren. ich habe auch schon mal in der st.petersburger metro geheult als ich einen mann ohne beine sah.
    hier in bordeaux dagegen sind die betteler super angezogen und fröhlich (von dem einen dachte ich, er wolle mich anmachen, aber er wollte dass ich ihm geld gebe. ha ha) und da bordeaux eine kleine stadt ist, sehe ich sie oft woanders (essen, straßenbahn fahren, auf nem guten handy telefonieren) und gebe ihnen rein gar nichts. sie sind bestimmt auch so eine mafia-vereinigung, die ziemlich gut lebt, denn gegeben wird ihnen oft.
    mir macht das thema telweise schlechtes gewissen, da ich zu wenig gebe; es macht mich wütend und es macht mir große angst vor der welt in der wir leben (im o.g. fall).
    ich finde es super, dass du darüber schreibst. dicken kuss

  7. tantejani
    2. Dezember 2010

    *das wort „den“ im 1. satz einfach ignorieren bitte!

  8. Esra
    3. Dezember 2010

    @ Peelia: stimmt, ich kommentiere auch noch 😀

    @ Lotte: interessantes Thema! Ich gebe sehr selten Geld, und mit Essen habe ich es noch nie versucht, werde ich vielleicht machen… Straßenmusikern gebe ich dagegen oft Geld, wenn mir gefällt, wie sie spielen…
    Früher war ich sehr spendabel, aber irgendwie bin ich abgeklärter geworden, irgendwie traue ich den meisten nicht… Hab aber trotzdem deswegen oft schlechtes Gewissen…
    Ein Freund von mir hat auch mal gebettelt. Er hatte Depressionen und konnte jahrelang keine Arbeit finden, und er war starker Raucher. Er hat immer zusammengezählt, ob er sich heute einen Joghurt (beispielsweise) leisten kann oder so… Aber ihm war das Betteln sehr unangenehm, so hat er eine Anzeige wg. Deutsch Nachhilfe gegeben und hat manchmal einen Schüler…

    Naja, weiß nicht, was ich damit sagen will…

    Und sag mal, was ist das für eine Geschichte, dass Blogger Douglas vom Verkauf von etwas abgehalten haben? (hab das bei deinem Kommentar bei der Cupcakequeen gelesen)

    LG
    Esra

  9. Kia
    3. Dezember 2010

    Das mit dem klauen kenne ich aus Barcelona nur zu gut, leider auch aus eigener Erfahrung -.-

    Ich differenziere genau so wie du, wenn ich Geld gebe.
    Auch interessant. Es gab in Barca in den Touriecken immer ganz viele ältere Frauen die ALLE mit Starbucksbechern rumliefen, das ist mir erst nach einiger Zeit aufgefallen und hat mich dann auch total misstrauisch gemacht. Ich meine, woher hatten sie die Becher? da gekauft? Dann müssten sie nicht betteln. Müll? Aber warum alle gerade SB? Irgendwann hab ich rausbekommen dass das angeblich eine Art Mafia ist, die haben hinterher von dem Geld nicht gesehen…

  10. Christina
    3. Dezember 2010

    Also ich bin eigentlich gegen Echtfedern allergisch…weiß jetz gar net wie es bei ner Jacke/mantel wäre…hmmm…..hab noch nie so drauf geachtet:DDD

    Du machst ein Auslandssemester in Spanien?Wie cooool!
    Seit wann bist du dort und wie gefällt es dir?
    Wie gut konntest du vorher spanisch sprechen?
    Weil ich gehe wohl auch im Frühlich nach Spaaanien:))

  11. Steffi
    14. Dezember 2010

    Hallo,
    ich lebe auch ganz in der Nähe von Madrid und kenn das, was du beschriebst zu gut. Mich nerven besonders die rosmarien-„verkäuferinnen“.
    Ich habe mir auch schon viele Gedanken gemacht, wem geb ich was, wem nicht? Klar, wie du auch sagst, gibt man natürlich demjenigen, der sich bemüht lieber geld. Das Problem an der Sache ist jedoch, dass gerade die Feuerzeugverkäufer und ähnliche das ja nicht für sich selber tun, sondern einen chef haben, dem sie das geld dann abdrücken müssen. Und den will ich ja nicht finanzieren.
    Nächstes Problem, den geldbeutel bei einem straßenmusiker zu zücken birgt auch seine Risiken. Fünf Meter weiter steht nämlich dann der Taschendieb der das sehr genau beobachtet….
    Oder die vielen Bettler, denen ein Arm oder Bein fehlt… das haben sie nicht immer bei einem Unfall verloren. Menschenhandel ist halt doch noch ein großes Problem in Spanien. Und hier gilt wieder, will man den Chef der Menschenhandelsorganisation finanzieren?
    ich finde es hier sehr schwierig. deshalb: wenn mir etwas sehr gut gefällt (Musik, Kunststückchen oder so) geb ich was und sonst versuchen nicht zu viel mitleid mit den menschen zu haben – auch wenns schwer fällt. Aber sonst wird man verrückt – oder arm.

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