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This article was written on 13 Nov 2013, and is filled under Allgemein, Fashion.

Ein paar Gedanken zu: Isabel Marant x H&M

Isabel Marant x H&M

Morgen früh ist es also so weit, um 8 Uhr eröffnen auserwählte H&M Filialen weltweit ihre Pforten und laden zum Isabel-Marant-Shoppingrausch ein. Der 14. November dürfte bei Fashionvictims, Modefans und Designer-Liebhabern schon seit Monaten rot im Kalender markiert sein.

Ausreichend Zeit also, sich Gedanken darüber zu machen, was hinter diesem Hype steckt. Zuschlagen oder sein lassen? Geld investieren oder lieber für ein echtes Designerteil sparen?

Es war Anfang Juni, als der schwedische Moderiese ganz offiziell die neueste H&M Designer Kollaboration verkündete: Isabel Marant x H&M. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Seitdem folgte kein Monat ohne neue Teaser-Videos, Interviews, erste Sneak-Peeks. H&M weiß wie’s geht und beweist: Diese Designerkollaboration ist tragbar, egal ob in Paris, Hamburg oder Lüneburg. Lässige Designs, feminine Looks, ein Hauch von Boho-Style und das alles vereint in klassischen „Must-Haves“. 

Die Bloggerwelt hat die Modekette dabei schon lange erobert, PR-Events und Pre-Shopping sei dank. Und so sind nicht nur die ersten Must-Have-Looks online zu begutachten, auch die ersten Meinungen werden, pünktlich vor Verkaufsstart, kund getan: Gut soll sie sein, die Qualität der Designerware.

Was zwischen all dem Hype, den erstellten Wunschlisten und vorgestellten Weckern bleibt, ist die Frage: Lohnt sich das?

Für mich nicht. Noch vor ein paar Wochen war ich überzeugt davon, diese Kollektion würde auch mich dazu bringen mich morgens in die lange Schlange vor H&M einzureihen, stundenlang mit anderen Modefans anzustehen, nur um ein buntes Bändchen zu bekommen, was mir sagt zu welcher Zeit ich zum exklusiven shoppen die Verkaufsfläche betreten darf. Isabel Marant, ein Traum zum Anfassen!
Inzwischen weiß ich, der Hype lässt mich kalt. Einen Effekt hat der ständige Medienhype nämlich schon jetzt bei mir ausgelöst: Ich bin die Kollektion schon jetzt überdrüssig und möchte gar nicht wissen, wie viele Frauen mir in den gleichen, ganz exklusiven, Designerteilen begegnen. Klar, der schwarz-weiße Volantrock ist hübsch anzugucken, die Spitzenoberteile ebenso. Aber nach einem endlos langem Sommer in dem wir schon Spitzenshorts, -kleidchen und -tops getragen haben, fehlt der Wow-Effekt. Einen schönen Wollmantel dürfte inzwischen schon jede von uns im Schrank haben, der Herbst und die kühlen Temperaturen sind schließlich schon seit ein paar Wochen da. Muss ich mich für ein graues Basic-Shirt in die kaufwütige Menge quetschen, nur weil ein Isabel-Marant-Label angenäht ist? Nein!

Und ja, shoppen bringt Spaß. Ebenso wie erschwingliche Designermode. Grade die jüngere Zielgruppe, zu der auch ich mich zähle, ist meist knapp bei Kasse und ein schönes Designer-Teil sein eigen nennen zu dürfen bleibt meist Wunschdenken. Aber, ich schaffe mir lieber meinen eigenen Isabel-Marant-Moment. Nämlich dann, wenn ich mich auf den ersten Blick verliebe, vielleicht in ein paar Schuhe, ein sommerliches Kleidchen oder ein ganz besonderes Accessoires. Nicht von H&M diktiert, sondern von meinem vor Aufregung pochendem Modeherz.
Denn eins wissen wir alle: Vom lang ersparten Geld endlich das eine Teil kaufen zu können, schafft die schönsten Erinnerungen und Glücksmomente!

Und jetzt dürft ihr drei Mal raten, was ich morgen um 8 Uhr tue … Richtig, schlafen!

Werden bei euch morgen die Wecker gestellt und habt ihr ein Teil, dass ihr unbedingt haben müsst?

 

 

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One Comment

  1. Anna im Wunderland
    13. November 2013

    Mir geht es ganz ähnlich, der Hype war mir einfach zu groß und so schön die Klamotten sind: ich habe mich in keins dieser Teile so verliebt, dass ich mich morgen früh dem Wahnsinn aussetzen wollen würde.

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