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This article was written on 21 Nov 2013, and is filled under Allgemein.

Vegan For Fit: 30 Tage vegan

Vegan For Fit Vorbereitung

Meine Instagram-Follower wissen es schon lange, denn seit geraumer Zeit ist mein Account von einem Daily-Life-Account zu einem Food-Account mutiert, am liebsten esse ich vegan.
Zeit also, das Thema was schon so lange auf meinem Instagram präsent ist, auch hier mal anzuschneiden. Viele von euch wollten wissen, was es mit Vegan for Fit auf sich hat – und wie gut die 30-Tage-Challenge im Alltag umsetzbar ist. Auf geht’s!

 Vegan For Fit – Wieso?

Zu der Zeit, als ich noch bei Lush arbeitete, lernte ich einige Veganer kennen. Als Omni-Esser fand ich diese Ernährungsweise interessant, vorbildlich und irgendwie auch übertrieben. Den Tieren zu liebe, die jeden Tag eh zu tausenden in Fabriken getötet werden, ganz auf tierische Produkte verzichten? Ein Tropfen Wasser auf den heißen Stein. Für mich ebenso wenig umsetzbar wie der Verzicht auf Fleisch. Dabei  bin ich gar nicht unbedingt so ein Fleisch-Junkie, denn ein Problem hatte ich schon immer: Kaum sind Kaninchen, Reh oder Lamm serviert sehe ich das echte Tier vor meinem inneren Auge auf der Wiese stehen. Mir das arme Tier auf der Zunge zergehen zu lassen, nicht dran zu denken.

Anders verhielt es sich mit Hähnchen- oder Rindfleisch: Ab und zu mal ein Hähnchencurry, ein Salat mit Putenbrust oder ein leckerer Burger war immer mal drin.  Und dann kam Vegan For Fit.

Am Anfang von meiner Vegan For Fit Challenge stand eine Idee: Eine gesündere Ernährungsweise. Ohne Massen an Zucker, Konservierungsstoffen, Snacks to go, Fertiggerichten und was man sich sonst noch so auf die Schnelle mal reinschiebt. Ihr kennt diese stressigen Tagen, an denen man sich den Kaffee an der Bahn holt, ein belegtes Brötchen an der Uni und das Mittagessen am Imbiss kauft.. Das macht zwar satt, aber so richtig gut fühlt man sich abends nicht.

Die Idee hinter VFF

Genau hier setzt Atilla Hildmann in seinem Buch „Vegan For Fit“ an.  Neben einem ausführlichen Einführungsteil besteht das Buch aus rein veganen Gerichten, die in Stufe 1 (ohne Kohlenhydrate) und Stufe 2 (mit Kohlenhydraten) unterteilt sind. Auf diesen basiert die 30-Tage-Challenge: Morgens und Mittags werden Stufe 2 Gerichte gekocht, ab 16 Uhr kommen dann nur noch Stufe 1 Gerichte auf den Tisch. Die größte Einschränkung: Keine tierischen Produkte!

Aber es geht noch weiter, denn wer die Challenge wirklich durchzieht, der verzichtet auf noch viel mehr.
30 Tage lang ohne Fertigprodukte, industriellen Zucker, Koffein, Alkohol, Zigaretten, Weißmehl. Im Tausch gibt’s viel frisches Gemüse, Obst und vollwertige, unheimlich lang sättigende Kohlenhydrate und köstliche Rezepte.
Wer schon bei dem Gedanken an den Verzicht auf den morgendlichen Kakao oder dem Käse auf den Nudeln verzweifelt, dem sei gesagt: Es ist machbar und das Resultat ist es wert!
Denn was nach einer umständlichen Einschränkung im täglichen Leben klingt, entpuppt sich schnell als Erholungskur für den Körper.

Zugegeben, der Anfang ist hart: In der ersten Woche ohne morgendliches Nutellabrot (stattdessen gab es Pancakes mit selbstgemachtem Himbeereis), ohne Kaffe und ohne Zucker im Tee plagten mich jeden Tag leichte Kopfschmerzen, eine Entgiftungserscheinung des Körpers.

Dazu die ständige Konfrontation mit all den verbotenen Lebensmitteln, die den akuten Hunger so schön schnell (und meist auch kurzweilig) stillen könnten. Stattdessen gilt es schon im Voraus zu planen, Einkaufslisten zu schreiben und abends ausreichend Zeit in der Küche einzuplanen.

Aber, was am hart und anstrengend klingt, entwickelte sich schon in der zweiten Woche zu einem schönen Ritual, tollen Geschmackserlebnissen und einem besserem Körpergefühl.

Kurz gesagt: Ich habe die 30 Tage, abgesehen von kleinen Ausnahmen (an langen Tagen rettete mich ab und zu doch mal ein Soja Latte Macchiato), geschafft!

Mein persönliches Fazit:

  • weniger Kopfschmerzen
  • ein deutlich besseres Hautbild
  • festerer Schlaf
  • mehr Energie für den Tag
  • ganz ohne Hungern 2-3 Kg weniger
  • keine Heißhunger-Attacken auf Süßkram
  • kein Blähbauch mehr nach dem Essen
  • glänzendes Haar

 Und jetzt?

Wie es jetzt weitergeht: Zu Hause vegan, unterwegs vegan-vegetarisch. Nicht nur mir, sondern vor allem den Tieren zuliebe. Denn: Käse und Milch sind nicht unersetzlich. Und auch wenn schon lange überzeugt lebende Veganer nun die Nase rümpfen, da ich eine dieser Attilla-Veganerinnen bin, ich bin froh, dieses Buch in den Händen zu haben, welches mir so einen tollen und einfachen Weg gezeigt hat, auf tierische Produkte zu verzichten. Denn neben dem Umstellen der Essgewohnheiten regt das Buch eben auch zum Nachdenken an, über unsere Essgewohnheiten und der profit-orientierten Industrie dahinter. Darüber, was auf unserem Teller landet, können wir letztendlich nur dann entscheiden, wenn wir es auch selbst zubereiten. Ein Beweis dafür sind die ständigen Lebensmittelskandale, wie zuletzt der Pferdefleischskandal.

Wer also mit dem Gedanken spielt sich selbst und seiner Umwelt etwas Gutes zu tun, der sollte die nötige Zeit dafür investieren. Denn das sollten wir und die Welt uns wert sein, oder?

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9 Kommentare

  1. Josefine Praline
    21. November 2013

    Super Sache!! Bin auch seit knapp 2 Wochen vegan & fühle mich fantastisch. Überlege aber eher ‚vegan for youth‘ mir zuzulegen.. die 30 Tage Challenge schaff ich wohl nur in den Ferien in meinen Alltag zu integrieren.. man macht da doch auch Sport!?
    Liebste Grüße ****

    • Charlotte
      21. November 2013

      Es ist echt erstaunlich, wie schnell der Körper auf diese Umstellung reagiert, oder? Da merkt man mal, was man sich sonst so reinschaufelt und dem Körper damit antut …
      Du musst keinen Sport machen für „Vegan for Fit“, das fiel bei mir auch eher dürftig aus, allein schon deswegen, weil ich zwischenzeitlich erkältet war.
      „Vegan for youth“ geht ja sogar über 60 Tage, da bin ich ja mal auf deinen Bericht gespannt, das ist bestimmt auch sehr interessant!

      Liebe Grüße
      Charlotte

  2. mia
    22. November 2013

    wow, finde ich super, dass du das durchgezogen hast! Ich esse auch vegan, aber nicht super streng und nicht zu 100% und fühle mich super :)

  3. Anina
    22. November 2013

    Finde deinen Post auch sehr interessant! Ich bin erst vor einigen Tagen (zugegebenermaßen zum ersten Mal) über diese Challenge gestolpert, fand sie ganz spannend, aber auch weit weg von mir. Jetzt werde ich mir noch mal Gedanken machen.
    Ich bin Vegetarierin, seit ich 12 bin, der Schritt zum Veganismus fällt mir dann aber doch etwas schwer. Ich habe jedoch auch gemerkt: nur „draußen“. Zuhause vegan zu kochen etc ist überhaupt nicht schwierig. Jetzt muss ich nur den Schritt in den Alltag schaffen…

    • Charlotte
      1. Dezember 2013

      Liebe Anina,

      da hast du vollkommen Recht. Der schwierigste Teil besteht darin, auch außerhalb vegan und challengetauglich zu essen!
      Ich habe während der Challenge kaum auswärts gegessen, weil es auch einfach keinen Spaß bringt 10x erklären zu müssen, was im Essen darf und was nicht. Für die Uni habe ich mir immer Essen vorbereitet, Frühstück und Abendessen gab es dann zu Hause. Aber ich muss zugeben, jetzt im Dezember, mit den ganzen Weihnachtsmärkten und süßen Verlockungen, würde ich den Schritt wohl auch nicht machen … :)
      Aber es wäre ein guter Vorsatz für’s nächste Jahr!

      Liebe Grüße
      Charlotte

  4. Stina
    30. November 2013

    Hast du eigentlich am Anfang der Umstellung gemerkt, dass es dir zuerst schlechter ging, weil der Körper die noch in ihm befindlichen schlechten Stoffe rausschleust? Davor habe ich irgendwie etwas Schiss und mich würde halt interessieren, ob das wirklich so krass zu bemerken ist…

    • Charlotte
      1. Dezember 2013

      Liebe Stina,

      so richtig schlecht ging es mir nicht. Klar, die ersten Tage kämpft man noch ein bisschen mit dem Heißhunger und der Verzicht auf Süßkram bringt zunächst auch keinen Spaß. Aber aus den Kopfschmerzen, die ich die erste Woche lang hatte, hatte ich keine weiteren Symptome.
      Aber ich denke, dass ist von Typ zu Typ unterschiedlich. Überlegst du die Challenge zu machen?

      Liebe Grüße
      Charlotte
      Charlotte kürzlich veröffentlicht…Vegan For Fit: 30 Tage veganMy Profile

  5. Patricia
    30. April 2014

    Du hast es also auch gemacht. Hab ich wahrscheinlich wieder nicht mitbekommen wollen oder verdrängt. Hahaha. Dann habe ich ja ein weiteres Blogger-Vorbild. :-)

    • Charlotte
      4. Mai 2014

      Haha, wie war das? Man sieht nur, was man sehen will. :) Nein, ist ja jetzt auch schon über ein halbes Jahr her, so was geht schnell mal unter. Umso mehr bin ich auf deine Berichte gespannt! :)

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