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This article was written on 04 Dez 2013, and is filled under C´est la vie, Lifestyle.

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Erlebt: Das 1. Blogger Sustainability Race

Blogger Sustainability Race

Als Blogger wird man meist zu vielen Veranstaltungen eingeladen. Irgendwann trudelt eine Event-Einladung nach der anderen in’s virtuelle Postfach und wie es zu dem Image des (Fashion-)Bloggers so passt, geht es meist nur um eins: Konsum. Aber es geht auch anders.

Versteht mich nicht falsch, die neuesten Kollektionen zu begutachten, die Konzepte dahinter und vor allem die Blogger-KollegInnen bei diesen Veranstaltungen auch im wahren Leben mal kennenzulernen bringt Spaß. Anstrengend wird’s, wenn sich das Gefühl eingestellt, unbedingt darüber berichten zu müssen. Denn sind wir mal ehrlich, was PR-Agenturen sich von Veranstaltungen auf denen süß dekorierte Cupcakes en masse serviert werden wünschen, ist uns allen bewusst: Berichterstattung und Reichweite. So kam es schon manches Mal vor, dass ich zwar auf einem nettem Event war, aber nicht drüber schrieb. Manchmal springt eben der Funke nicht über und der bleibende Eindruck hinter der Verkaufsmaschinerie fehlt.

Umso mehr freue ich mich, am 1. Blogger Sustainability  Race teilgenommen zu haben, ein Event das definitiv erwähnenswert ist. „Blogger was?“ fragt ihr euch? Was kompliziert klingt, ist schnell erklärt: Auf die Beine gestellt von beliya, BIORAMA und GOODEvents bekamen Blogger, Journalisten und Interessierte die Möglichkeit einen Tag lang  soziale Startups, nachhaltige Unternehmen sowie Institutionen und Vereine zu besuchen. Begeistert von dem Konzept hinter diesem Event und ausgestattet mit einer großen Portion Neugierde stellten Sam von „The golden Things“ und ich uns gemeinsam dem Rennen.

Blogger Sustainability Race

Nach einem gemeinsamen Frühstück und einem Impuls-Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit“ im Social Impact Lab, einem Hamburger Büro, in dem soziale Unternehmen sitzen ging es auch schon los. Ausgestattet mit einem kleinem Heftchen, dass uns die verschiedenen teilnehmenden Firmen und Vereine vorstellte planten wir unsere Route durch Hamburg. Ganz im Zeichen von „Sharing is caring“ konnten wir uns direkt vor Ort bei Car2go anmelden und so von einem Ort zum anderem düsen. All die Erlebnisse, Eindrücke und interessanten Gespräche hier zu schildern sprengt den Rahmen. Einen kleinen Eindruck sollt ihr trotzdem bekommen.

Eine der Stationen, die wir uns nicht entgehen lassen wollten, war das Millerntor Stadion, das Herz St. Paulis. Nach einer kurzen Führung durch das Stadion, das besonders durch die Mitgestaltung der Fans geprägt ist, wurde uns ein neues Projekt des Vereins vorgestellt: Kiezhelden – eine Crowdfunding-Plattform, die es sich zur Aufgabe gemacht, soziale Projekte zu unterstützen. Und mithilfe der Kiezkicker, ihrer Fans und anderer sozialer Vereine wurde hier schon einiges erreicht, so konnte Viva con Agua für ein Wasserprojekt in Nepal knapp 6.900€ einsammeln.

Blogger Sustainability Race

Ein gelungener Übergang zur nächsten Station: Einer Wasserverkostung mit dem Viva con Agua-Team. In Hamburg sind die Wasserflaschen schon fast ein fester Bestandteil gut sortierter Kühlregale und auch über Hamburgs Grenzen hinaus dürfte der Verein manch einem Festivalbesucher ein Begriff sein: Denn so leicht wurde einem das Spenden für einen guten Zweck noch nie gemacht. Nicht nur, dass 60% des Gewinnes beim Verkauf einer Flasche Wasser Trinkwasserprojekten zugute kommen, auch wer auf Festivals seinen leeren Pfandbecher in einen der Viva con Agua Sammelsäcke schmeißt unterstützt die Organisation dabei langfristig immer mehr Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Blogger Sustainability Race

Ähnliches wollen auch die Jungs hinter dem Projekt Lemonaid bewirken, „Trinken hilft“ lautet hier das Motto. In ihren Büro-Raumen auf dem Hamburger Kiez bauten sie die mobile Lemonaid-Getränkestation auf, die einige von euch von Festivals bekannt vorkommen dürfte. In entspannter Atmosphäre und mit unseren selbstgemachten Fairtrade-Limos (das Rezept findet ihr bei Greta) gewappnet, bombardierten wir Jacob mit unseren Fragen: Wo wird produziert? Nach welchen Kriterien werden soziale Projekte ausgewählt? Wie enstand die Idee zur Fairtrade-Limo?

Blogger Sustainability Race

Aber der Besuch bei Viva con Agua und Lemonaid war noch längst nicht alles. Bei beliya bastelten wir Armbänder aus Leder, dass von Sofaleder-Retouren und Überschüssen aus Prêt-à-Porter-Kollektionen stammt. Überschüssige Materialien also, dem die beiden Gründerinnen Andrea Noelle und Annika Busse mit ihren Taschenkollektionen ein neues Dasein schenken. Zudem wird mit jedem Verkauf einer der Taschen und Accessoires einem Kind ein Schuljahr finanziert. Eine gute Sache und vielleicht ja auch ein Weihnachtsgeschenk für eure Mutti, beste Freundin oder Schwester?

Außerdem erwähnt werden sollten hier noch: Die Scandic Hotelkette (in meiner Wahrnehmung bisher nur ein Edel-Hotel, legt aber viel Wert auf Nachhaltigkeit und serviert so zum Beispiel nur noch Leitungswasser), Elbler (Fair Trade und Bio Apfel-Wein direkt aus dem Alten Land, köstlich!), Recolution (zwei Hamburger Jungs, die sich entschlossen Hoodies nach ihrem eigenem Geschmack zu entwerfen und jetzt Gründer eines nachhaltigen Fashion-Labels sind) und natürlich BIORAMA (Magazin für einen nachhaltigen Lebensstil) und GOODEvents als Veranstalter dieses Events.

Blogger Sustainability Race

Klar, dass die ersten Eindrücke dieses Tages direkt auf allen möglichen Social Media Kanälen geteilt wurden. Der Mitteilungsdrang kommt bei Bloggern eben nicht von ungefähr!

Wahrscheinlich geht es euch nun wie mir am Ende dieses Tages, erschlagen von der Hülle und Fülle an Informationen, Eindrücken und Gesprächen. Aber um eine Erkenntnis reicher: Dass es nämlich sehr wohl die Möglichkeit für jeden von uns gibt, Nachhaltigkeit in unseren Alltag zu integrieren und dass bewusster Konsum nicht nur Verzicht bedeutet, sondern sehr wohl auch Spaß bringen kann. Das fängt schon im Supermarkt an: LemonAid statt Fanta. Denn sind wir mal ehrlich, wenn wir schon Geld ausgeben, dann lieber in das Wohl anderer Menschen investiert, oder?

Blogger Sustainability Race

Vielen Dank an Ksenia Lapina von Fashionjunks, die leider nie vor, dafür aber immer hinter der Kamera stand, für die Fotos.

 

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2 Kommentare

  1. Greta
    4. Dezember 2013

    Danke für das Link! War echt schön, dich kennenzulernen! :-)

    Liebe Grüße aus Oldenburg,
    Greta

  2. Daniela
    5. Dezember 2013

    Schöner Artikel! Darüber denkt man echt viel zu selten nach, leider… Es würde wirklich nicht schaden, wenn noch viel mehr davon auf Blogs zu lesen wäre.

    Liebe Grüße
    Daniela

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